Vom Diagnose-Schock mit 6 zum aktiven Sportlerleben.
Ich kann mich noch genau erinnern: Es war meine erste Schulwoche. Plötzlich hatte ich riesigen Durst, musste ständig aufs Klo – irgendwas stimmte nicht.
Der Arzt maß meinen Blutzucker: 600. Sofort ab ins Krankenhaus. Ich war sechs und habe nicht verstanden, was los ist – aber ich weiß noch, wie meine Mama geweint hat. Dann fiel das Wort, das mein Leben verändert hat: Diabetes.
Als Kind hieß das erstmal umdenken: beim Geburtstag der Kuchen, den ich nicht essen durfte. Beim Schwimmen die Pumpe nur ein paar Minuten ab. Viele Fehler, viel Neues – und über die Jahre unglaublich viel gelernt.
Heute, 18 Jahre später, gehört der Diabetes zu mir wie mein rechter Arm. Ich weiß, wie mein Körper tickt, und hab ihn fast immer im Griff. Nur an einem Tag im Monat rennt der Zucker mal davon, weil ich unachtsam war – der Rest läuft. Genau das, was ich mir mühsam selbst beigebracht hab, will ich dir weitergeben.